Immobilie bewerten lassen: So ermitteln Sie den richtigen Marktwert
Der Verkauf einer Immobilie ist eine bedeutende finanzielle Entscheidung. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist die Festlegung eines realistischen Verkaufspreises. Doch wie findet man heraus, was die eigene Immobilie tatsächlich wert ist? Eine professionelle Immobilienbewertung ist hier der Schlüssel zum Erfolg. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum eine genaue Wertermittlung so wichtig ist, welche Verfahren es gibt und worauf Sie als Eigentümer achten sollten.
Warum ist eine professionelle Immobilienbewertung unerlässlich?
Viele Eigentümer neigen dazu, den Wert ihrer Immobilie zu überschätzen. Emotionale Bindungen und getätigte Investitionen trüben oft den objektiven Blick. Ein zu hoch angesetzter Preis kann potenzielle Käufer abschrecken und den Verkaufsprozess unnötig in die Länge ziehen. Ein zu niedriger Preis hingegen bedeutet einen direkten finanziellen Verlust. Eine professionelle Immobilienbewertung durch einen Experten liefert Ihnen eine solide Grundlage für die Preisfindung und gibt Ihnen Sicherheit im Verkaufsprozess.
Die drei gängigen Verfahren zur Wertermittlung
In Deutschland gibt es drei anerkannte Verfahren zur Ermittlung des Verkehrswerts einer Immobilie, die in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) festgelegt sind. Die Wahl des richtigen Verfahrens hängt von der Art der Immobilie ab.
1. Das Vergleichswertverfahren
Das Vergleichswertverfahren ist das am häufigsten angewandte Verfahren, insbesondere bei selbstgenutzten Wohnhäusern und Eigentumswohnungen. Hierbei wird der Wert Ihrer Immobilie durch den Vergleich mit kürzlich verkauften, ähnlichen Objekten in Ihrer Nachbarschaft ermittelt. Wichtige Vergleichskriterien sind dabei unter anderem:
- Lage und Mikrolage (z.B. Anbindung, Infrastruktur)
- Größe und Schnitt der Immobilie
- Baujahr und Zustand
- Ausstattung und Modernisierungsgrad
Dieses Verfahren ist besonders aussagekräftig, wenn es im direkten Umfeld, wie beispielsweise im belebten Rhein-Main-Gebiet, eine ausreichende Anzahl an Vergleichsobjekten gibt.
2. Das Sachwertverfahren
Gibt es nicht genügend Vergleichsobjekte, wie es oft bei einzigartigen Architektenhäusern oder in ländlichen Gebieten der Fall ist, kommt das Sachwertverfahren zum Einsatz. Hierbei werden die reinen Herstellungskosten eines vergleichbaren Neubaus ermittelt und anschließend um eine altersbedingte Wertminderung reduziert. Hinzu kommt der Wert des Grundstücks, der über den Bodenrichtwert ermittelt wird. Das Sachwertverfahren ermittelt also den reinen Substanzwert der Immobilie.
3. Das Ertragswertverfahren
Das Ertragswertverfahren wird ausschließlich bei vermieteten oder gewerblich genutzten Immobilien angewendet. Im Mittelpunkt steht hier die Rendite, die mit der Immobilie erzielt werden kann. Der Wert wird aus den zukünftig zu erwartenden Mieteinnahmen abzüglich der Bewirtschaftungskosten (z.B. Instandhaltung, Verwaltung) und unter Berücksichtigung der Restnutzungsdauer des Gebäudes sowie des Bodenwerts berechnet. Dieses Verfahren ist für Kapitalanleger von entscheidender Bedeutung.
Welche Faktoren beeinflussen den Immobilienwert?
Neben dem gewählten Bewertungsverfahren gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die den Wert Ihrer Immobilie beeinflussen. Dazu gehören:
- Die Lage: Die Makro- und Mikrolage ist einer der wichtigsten Werttreiber. Eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Ärzte in der Nähe steigern den Wert. Im Rhein-Main-Gebiet sind beispielsweise Lagen mit guter Anbindung an Frankfurt am Main besonders gefragt.
- Der Zustand der Immobilie: Ein gepflegtes und regelmäßig modernisiertes Haus erzielt einen höheren Preis. Wichtige Aspekte sind hier der Zustand von Dach, Fenstern, Heizung und Sanitäranlagen. Ein vorhandener Energieausweis gibt Aufschluss über die energetische Qualität.
- Die Ausstattung: Hochwertige Bodenbeläge, eine moderne Einbauküche, ein Kamin oder ein gepflegter Garten können den Wert ebenfalls steigern.
- Rechtliche Gegebenheiten: Lasten und Beschränkungen im Grundbuch, wie zum Beispiel ein Wegerecht, können den Wert mindern.
Kostenlose Online-Bewertung vs. professionelles Gutachten
Im Internet finden sich zahlreiche Anbieter für kostenlose Online-Immobilienbewertungen. Diese Tools können einen ersten groben Anhaltspunkt für den Wert Ihrer Immobilie liefern. Sie basieren jedoch auf allgemeinen Daten und können eine individuelle Begutachtung vor Ort nicht ersetzen. Für eine verlässliche und rechtssichere Wertermittlung, beispielsweise für den Verkauf, eine Erbschaft oder eine Scheidung, ist ein professionelles Gutachten durch einen zertifizierten Sachverständigen oder einen erfahrenen Immobilienmakler unerlässlich.
Fazit: Mit der richtigen Bewertung zum erfolgreichen Verkauf
Die Ermittlung des richtigen Marktwerts ist ein entscheidender Schritt für einen erfolgreichen Immobilienverkauf. Nehmen Sie sich die Zeit, den Wert Ihrer Immobilie professionell schätzen zu lassen. So schaffen Sie eine solide Verhandlungsbasis und können sicher sein, den bestmöglichen Preis für Ihr Eigentum zu erzielen.
Sie möchten Ihre Immobilie schnell und fair verkaufen? AR ImmoInvest GmbH kauft Immobilien im Rhein-Main-Gebiet direkt an – ohne Maklergebühren, mit Festpreisgarantie und Abwicklung in wenigen Wochen. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Bewertung.

